Wochenlosung
Wenn aber der Beistand kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnis geben und auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr von Anfang an bei mir gewesen seid.

Die Bibel:
Johannes
Kapitel 16
Vers 26 + 27

Veranstaltungen

MAI
21

21.05.2012 19:00 - 21:00
Jugend Bibelkreis

MAI
22

22.05.2012 19:30 - 21:00
Jugendchor

MAI
23

23.05.2012 09:30 - 11:30
Krabbelstunde

MAI
23

23.05.2012 19:00 - 21:00
Bibelstunde

MAI
24

24.05.2012 19:00 - 21:00
Gemeindechorübstunde

postheadericon Ukrainefahrt Juli 2011

Am Freitag den 01. 07. 2011 so gegen 16.00 Uhr begaben wir uns als eine Gruppe mit 6 Personen von unserer Gemeinde aus auf die Reise, um die Geschwister in der Ukraine, Gebiet Krivoj Rog, wie schon mehrere Jahre davor, bei einer Kinderfreizeit zu unterstützen.

Nachdem alles an Gepäck und Ausrüstung gut im Gemeindebus verstaut war, konnte die Reise endlich beginnen.

Diesmal hatten wir etwas weniger Glück mit den deutschen „Staufreien“ Autobahnen, schon nach 1,5 Std. Fahrt, wurde unsere Geduld auf die Probe gestellt, in dem wir 2 Staus mit jeweils 15-18 km Länge passierten.

Nach ca. 18 St. Fahrt erreichten wir die Polnisch-Ukrainische Grenze und durften uns freuen und Gott danken, dass der Grenzübergang mit nur 3Std. Wartezeit reibungslos verlaufen ist.

Wir als Gruppe haben uns ein wenig wegen Lidija Sorgen gemacht, weil Sie noch nicht volljährig war und die Beamten uns da Problemen machen konnten, aber mit Gottes Hilfe hat es wunderbar geklappt und diese Frage wurde gar nicht in Betracht gezogen.

Sobald wir aus dem Grenzbereich waren, durften wir uns an die Ukrainische Straßenverhältnisse aufs Neue gewöhnen. Die Straßenverhältnisse spürten sowohl die Fahrer, welche die Hindernisse rechtzeitig analysieren und vermeiden mussten, als auch die Beifahrer, welche manch ein Schlagloch (Hindernis) und den Lärm zu spüren bekamen.

Trotz der schlechten Straßenverhältnissen und des Regens, mit welchem uns Ukraine empfing, durften wir uns an der schönen Landschaft freuen. Wir fuhren sehr oft an Menschen vorbei, welche am Straßenrand ihr selbst gepflücktes Obst, Gemüse oder eingemachte Gläser mit Marmelade oder Honig verkauften.

Wir wunderten uns, dass wir diesmal im Vergleich zu den letzten Fahrten deutlich weniger Polizeibeamte trafen, wir wurden noch nicht einmal angehalten.

Nach ca. 36 Std. Autofahrt kamen wir am Sonntag gegen 5 Uhr morgens an unserem Zwischenziel in Selenodolsk ( 50 km von Krivoj Rog entfernt) bei der Familie Kopilov an.

Dort wurden wir herzlich empfangen.

Nach einer erfrischenden Dusche wollten wir nur noch in unsere Betten, die uns die Familie Kopilov mit viel Liebe vorbereitet hat.

Für einige von uns war diese Nacht allerdings nicht so lang, weil wir schon um 8.00 Uhr wieder auf den Beinen gewesen sind und uns entschieden haben mit Bruder Anatolij zum Sonntaggottesdienst in die Gemeinde in Krivoj Rog zu fahren.

Dort durften wir mit der Gemeinde das Abendmahl feiern, Gott für die Bewahrung auf dem Wege danken und für die bevorstehende Woche bitten.

Erst gegen 17.00 Uhr haben wir unsere Endstation: Kinderzeltlager (Kinderfreizeit) erreicht. Da die Freizeit schon am Donnerstag angefangen hat, durften wir, als unser Auto in die Einfahrt fuhr erleben, wie alle Kinder des Lagers ihre Beschäftigungen liegen gelassen haben und unserem Auto, mit Augen voller Vorfreude hinterher liefen, mit ihren Armen winkten und riefen, „ Deutsche sind da, Deutsche sind da!”

Nach einer kurzen Begrüßungspause haben wir gleich angefangen unsere Zelte aufzubauen und die mitgebrachten Sachen zum Basteln für die kommenden Tage zu sortieren und vorzubereiten.

Gegen 20.30 Uhr wurden wir alle zum Abendbrot gerufen. Es war für uns Deutsche sehr ungewohnt so spät noch warm zu essen aber… .

Vor und nach jedem Essen haben die Kinder auswendig ein Dankeslied gesungen. In dem Lied vor dem Essen ging es darum, dass wir unseren Gott für das Essen danken sollen und das wir das Empfangene schätzen sollen, und in dem Lied nach dem Essen wurde gedankt für das Essen, was wir empfangen und das unsren Körper gesättigt und den Geist gestärkt hat.

Nach kurzer Zeit konnten wir die Lieder auch schon auswendig und sangen kräftig mit.

Vorweg müssen wir erwähnen, dass die Kinder am Anfang der Freizeit entsprechend dem Alter in mehrere Gruppen eingeteilt wurden. Die Gruppen bestanden dann ungefähr aus 9-13 Kindern und hatten jeweils ein Zelt für sich.

Nach dem Abendbrot gab es dann noch Gemeinschaft am Lagerfeuer mit Spielen, gemeinsamen Gesang, Geschichten aus dem Leben von den älteren Geschwistern und einem Schlussgebet.

Gegen 23.00 Uhr war dann die Nachtruhe angesagt.

Am Montag um 07.00 Uhr sowie an den folgenden Tagen versammelten sich Mitarbeiter der Kinderfreizeit zu einer Gebetsgemeinschaft, wo für den bevorstehenden Tag gebetet und besprochen wurde, was an diesem Tag durchgeführt wird. Um 08.00 Uhr wurden dann die Kinder geweckt.

Der Tagesablauf der Kinderfreizeit verlief ungefähr so:

8.00 Uhr – Aufstehen

08.40-09.00 Uhr Stille Zeit in eingeteilten Gruppen

09.00 Uhr Frühstuck

10.00 Uhr Thema / Gottesdienst (dem Alter der Kinder entsprechend, es gab 2 große Zelte für Gottesdienste )

11.00- 12.30 Uhr Freie Zeit

12.30- 13.00 Bibelstunde

14.00 Uhr Mittagessen

15.00-17.00 Uhr Basteln (von unserer Gruppe übernommen )

17.30 Uhr kleine Zwischenmahlzeit

18.00-20.30 Uhr Freie Zeit

20.30 Uhr Abendbrot

21.30 Uhr Gemeinschaft am Lagerfeuer

23.00 Uhr Nachtruhe

Wie schon oben erwähnt wurde, war unsere Hauptaufgabe, mit den Kindern nach dem Mittag zu basteln, was wir mit Freude übernommen haben. An diesem Tage haben wir mit den Mädchen angefangen das Deckblatt für das Büchlein zu gestalten, so wie auch ein Organizer für den Schreibtisch aus den Wäscheklammerteilen zu basteln.

Wir müssen sagen, für uns als Gruppe war das der anstrengendste Tag , da wir erst in unsere Aufgabe hinein wachsen mussten. Da wurde unsere Geduld, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und vieles mehr auf die Probe gestellt, da wir über 60 Kinder auf einmal hatten, die unsere sofortige Hilfe beim Basteln erwarteten.

Am Abend waren wir froh den Tag hinter uns zu haben.

In der Zeit wo die Kinder sich einfach austoben durften, haben wir mit ihnen ein gemeinsames Foto gemacht. Am nächsten Tag musste man in die Stadt fahren und die Fotos entwickeln lassen, damit die Mädchen am Donnerstag bei ihrer Abreise ein Gruppenfoto zum Andenken bekommen konnten.

Der Dienstag verlief vom Ablauf her so ähnlich wie der Montag. Am Vormittag zwischen den Gottesdiensten war unser Wald mit Musik erfüllt, einige Mädchen aus dem Gemeindeorchester nutzten die Zeit um auf ihren Geigen zu üben. Das war unbeschreiblich schön.

Da wir zum Basteln nur 2 Tage zur Verfügung hatten, haben wir mit der Fortsetzung an unseren Büchlein schon vor dem Mittagessen begonnen, damit wir nach dem Essen mehr Zeit für ein Bild aus verschiedenen Nudelsorten und für einen Kugelschreiber aus Scubidu haben.

Der Mittwoch war unser freier Tag. An diesem Tag gönnten wir uns zur Abwechslung einen Bummel auf dem Stadtbasar in Krivoj Rog. Von einigen Geschwistern im Kinderlager wurden wir auf eine Jüdische Synagoge aufmerksam gemacht, die vor kurzem in der Stadt gebaut wurde und haben uns entschlossen diese zu besichtigen. Das war sehr interessant.

Zum Abendbrot hat uns die Familie Kopilov eingeladen, wo wir eine gute und gesegnete Gemeinschaft haben durften.

Am Donnerstag war so zu sagen der Wechsel der Kinder angesagt. Nach dem Dankgottesdienst packten die Mädchen ihre Taschen und wurden dann gegen 14.00 Uhr mit einem Gemeindebus, welcher vollbeladen mit Jungs war, abgeholt.

Die Jungs wurden wieder in Gruppen dem Alter entsprechend eingeteilt und die Freizeit begann so zusagen von Anfang an.

Weil uns nur noch ein Tag zur Verfügung stand, haben wir gegen 16.00 Uhr schon mit den Jungs angefangen zu basteln, damit sie auch alles machen könnten, was wir für sie vorbereitet haben.

Wie auch bei den Mädchen wurde mit den Jungs ein Gruppenfoto gemacht, was am Freitag noch entwickelt werden musste und dem Hauptverantwortlichen Bruder übergeben wurde, damit die Kinder diese am Ende der Freizeit bekommen könnten.

Am Freitag hatten wir besonders schönes Wetter und vor dem Mittag durften die Jungs erstmal zum See schwimmen gehen. Nach dem Essen so wie Vormittags zwischen den Gottesdiensten haben wir mit den Kindern alle unsere Sachen zu Ende gebastelt.

Weil wir uns entschieden haben anstatt Freitagabend, uns erst Samstag früh morgens auf den Weg nach Hause zu machen, hat uns Bruder Anatolij angeboten am Freitagabend die Zelte und unsere Sachen einzupacken und die letzte Nacht bei ihm zuhause zu verbringen, in den gemütlichen Betten und mit heißer Dusche. Dazu konnten wir natürlich nicht nein sagen, und schon gegen 19.00 Uhr verabschiedeten wir uns bei den Kindern und den Kinderfreizeitmitarbeitern und fuhren Richtung Selenodolsk.

Nach der erholsamen Nacht und einem deutschen Frühstück gegen 07.00 Uhr morgens, verabschiedeten wir uns von den Geschwistern und begannen mit einem Gebet die Fahrt nach Hause.

Die Rückfahrt verlief reibungslos. An der Grenze hatten wir wieder keine Probleme und so erreichten wir ohne weitere Zwischenfälle am Sonntag gegen 16.00 Uhr unser Ziel Hannover.